Artikel-Schlagworte: „Zensursula“

Es tut sich was…

Dienstag, 5. Mai 2009


Nachdem ich in den letzen Wochen häufiger über die Zeunsurbestrebungen der Regierung berichtet und meine persönliche Fundamentalopposition gegen die Änderung des Telemediengesetzes klargestellt habe, kann ich nun voller Hoffnung von ernsthaften, kollektiven Widerstandsmaßnahmen künden. Zum einen steht nun eine ePetition bereit, die hier unterzeichnet werden kann. Es werden 50.000 Mitzeichner gebraucht, die 10.000 Marke wurde bereits gestern überschritten, momentan sind es knapp 16.000 Menschen, die ihr demokratisches Recht wahr nehmen und sich wehren. Die Mitzeichnungsfrist endet am 16.06.2009 – also anmelden und unterzeichnen! Es kann mitunter zu längeren Wartezeiten kommen, was an der hohen Zahl der Mitzeichner, die gleichzeit angemeldet sind, liegt. Auf dem Mitzeichnertwitter kann außerdem die Unterzeichnungsfrequenz eingesehen werden. Eine andere schöne Aktion ist diese hier. Es handelt sich um eine Gegenaktion von Horst Klier, der einen einfach in die eigene Seite zu integrierenden CSS-Code geschrieben hat, der dafür sorgt, dass Internetseiten nicht mehr ausgedruckt werden können. Warum das wichtig ist? Anscheinend ist es unter Politikern gängig, aufgrund mangelnder Kenntnisse, das Internet nicht zu bedienen und sich alle relevanten Websites als Ausdruck vorlegen zu lassen. Mit der Drucksperre bekommen Politiker also entweder keine Website mehr zu Gesicht oder sind gezwungen, sich einmal selbst mit dem Medium auseinanderzusetzen – kann ja nicht schaden. Hier auch noch der neueste Heiseartikel zum Thema Internetsperren. Interessant sind auch die Videobotschaften auf dem youtube channel von Netzpolitik.

tm

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Inkompetenz wohin das Auge sieht

Dienstag, 28. April 2009

Hach, was war das wieder für eine Woche. Nach den unangenehmen Meldungen unsere Freiheit und die Freiheit der Pirate Bayler betreffend, stellte sich heraus, dass neben der schleichenden Aushöhlung unserer Rechte, noch eine Konstante bestand hat: die Inkompetenz. Inkompetenz freilich, die sich in diesem Zusammenhang mal tatsächlich als hilfreich entpuppt. So wurde der Richter, der die Jungs von Pirate Bay verknackt hat, als Urheberrechtslobbyist entlarvt, die nach Zensur kläffende Familienministerin stellt sich neben ihrem Ruf als dreiste Lügnerin auch noch als Vetternwirtin heraus, und die Deutsche Telekom, in deren Hände die Umsetzung der Internetsperren gelegt wurde, gab zu Protokoll, dass sich aufgrund des technischen Aufwands, sich die Etablierung der Zensurinfrastruktur in Deutschland wohl noch um ein halbes Jahr verschieben werde. Wer übrigens ein bis auf das Porto kostenloses T-Shirt von Zensursula haben möchte, klicke bitte hier.
Kompetenz zeigte in den vergangenen Tagen einzig und allein der Kurator des Stockholmer Museums für Wissenschaft und Technik, der den von offiziellen Staatsorganen beschlagnahmten Pirate-Bay-Server erstand, um diesen in die Reihe der Instrumente einzugliedern, die unser Leben irreversibel verändert haben und darauf hinzuweisen, dass die Menschen schon immer unter Copyright stehendes Material vervielfältigt haben, sobald sich ihnen eine Möglichkeit dazu bot (man denke an den guten alten Kassettenrekorder).

inkompetenz_wohin_das_auge_sieht

tm

Nachgerichtet

Eben auf Spreeblick gelesen, dass im CDU-Forum über die Heilungsmöglichkeiten von Homosexualität berichtet wurde – hmmm, die netten homophoben Hardliner der Christdemokraten.

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