Artikel-Schlagworte: „Subversion“

Grenzerfahrung

Mittwoch, 27. Mai 2009

grenzerfahrung

Frontiers, ein Projekt der österreichischen KünstlerInnengruppe gold extra, die Arbeiten zeitgenössischer Kunst initiieren, kuratieren und produzieren, ist ein kostenloses online multiplayer game der ganz anderen Art. Hier wird man in die Rolle eines Flüchtlings versetzt, der versucht, in die Festung Europa einzudringen. Startpunkt ist entweder das im Süden Algeriens gelegene Hoggargebirge an der Grenze zu Spanien oder der Nordirak an der Grenze zur Türkei. Von da an geht es schlecht ausgerüstet durch unwegsames Gelände, dichte, unbekannte Wildnis voller Gefahren, immer auf der Flucht und steter Begleiter ist die Angst, aufgefasst und zurückgeschickt zu werden. Dann wird man nämlich 600 Kilometer weit von der nächsten Grenze allein in der Sahara ausgesetzt, von wo aus das Spiel erneut startet. Die Aufgabe, oder das Ziel, ist nur durch Zusammenarbeit der Gruppe von Flüchtigen und unkonventionelle Einfälle zu lösen.

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Werbung / Teil IV

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Umfunktionierte Werbung

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Ein ähnlicher Widerstand gegen Werbung, wie seitens der RAP, ist das sog. adbusting. Hier wird allerdings die Kreativität zum Instrument des Protestes erhoben. Adbusting bedeutet bestehende Werbekampagnen umzufunktionieren, d.h. die Werbung bleibt als Grundlage oder besser als Folie bestehen, wird also nicht zerstört, sondern durch gezielte Veränderungen ihrem Sinn nach ad absurdum geführt und so zweckentfremdet, dass sich die eigentliche Intention der Botschaft gegen sich selbst richtet. Das Prinzip des adbusting stammt aus Amerika, kann grundsätzlich auf alle Medien angewendet werden und ist mittlerweile weltweit zu finden. Die adbustings selbst zeichnen sich durch ihre Vielfältigkeit aus: Von professionellen Designs und eigenen Werbekampagnen über Aktionskunst bis hin zu simplen Graffitis ist alles vertreten. Auch hierbei ist es wichtig den eigentlichen, durch die Werbung verschleierten Kern oder Subtext der Botschaft durch eine kreative Korrektur freizulegen. Eine große Rolle spielt dabei das Image großer Marken gezielt zu sabotieren. Das adbusting eine klar antikapitalistische Weltanschauung proklamiert und auf die unethischen Mechanismen einer Überfluss- und Überproduktionsgesellschaft aufmerksam zu machen gedenkt, die nicht nur sich selbst, sondern auch die in ihr lebenden Menschen (zumindest mental) zu verschlingen droht, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Kerninhalt der Bewegung ist ein angestrebter Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie Informationen aufbereitet, ausgesteuert und auf diesem Wege Meinungen produziert werden. Die irritierenden und provozierenden Botschaften des adbusting zielen maßgeblich auf einen Prozess der Bewusstwerdung der Öffentlichkeit ab, der in einem kritischen Diskurs münden soll. Die erste Adresse für adbusting ist das kanadische Magazin http://www.adbusters.org/, von der aus sich das ganze globale Netzwerk der Bewegung erschließen lässt.

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Einmal täglich

Dienstag, 4. November 2008

einmal_taglich

Sie mögen die Apple-Produkte Ipod, Itunes und das Iphone nicht (zu egoistisch, lieber den Youpod) und halten Playstations, Videospiele, DVD’s, Computer, Autos und Flugzeuge im Vergleich zu Pflaumensaft für überbewertet und nutzlos. Ja, die Herren Wulff und Morgenthaler sind amoralische Exzentriker vom Feinsten und großartige Comicautoren obendrein. Ihre daily strips sind kritisch, provozierend und teilweise einfach geschmacklos. Wer subversive Comics mag und sich dazu noch an abgetrennten Giraffenköpfen, sprechenden Gegenständen und irren Bibern erfreuen kann, für den ist www.wulffmorgenthaler.com einfach Pflicht!

tm

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