Archiv für die Kategorie „Werbung“

Mein 100.

Mittwoch, 10. Juni 2009

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Es ist soweit: Dies ist mein 100. Blogeintrag (auf diesem Blog versteht sich). Schon vor zwei Wochen überlegte ich hin und her, was ich zu meinem Jubiläum nun bloggen werde. Hier die Liste mit Einträgen, die Sie nicht lesen werden:

Lieblingsliste: Das beste Informationsvideo, das schlimmste Video, das meditativste  Bild, das großartigste Projekt, das liebste Kunstobjekt, die grottigste Website, das absurdeste Produkt, das obskurste Fundstück, die schönste Werbung etc.
Endlich die Wahrheit über unser Unternehmen: Die Doppelleben unserer Programmierer, Mittagstischgespräche, Wer hat wann mit Wem, Kloanekdoten und warum ich Glastüren hasse….
Alles, was ich bisher aus sog. politischen Gründen nicht bloggen durfte!
Die wahre Geschichte hinter dem Kennedy-Attentat (immer wieder gut).
99 Wege, mit einem Kaugummi, einem Feuzeug und einem Taschenspiegel die Welt zu retten.
irgendwas über Film.
usw.

Aber da das alles nichts weiter als egomanische Nabelschau ist, und die geneigte Leserschaft auch nicht wirklich viel davon hat, kam es mir sehr gelegen, als ich just heute morgen auf dieses phantastische Gadget gestoßen bin. Leider hatte ich noch keine Zeit, das Ganze in einem Tapestyle zu arrangieren, könnte aber noch folgen. Doch einerlei, die Idee einen Sampler zu machen, wurde meinerseits für gut befunden, da ich so gleichzeitig meinem Narzismus entsprechen, wie auch meine Leserschaft auditiv verwöhnen kann! Und hier ist das Ergebnis: wounded pride in an uncomfortably chair – so dürften sich wohl die meisten Bürobewohner tagtäglich fühlen. Diesen Menschen gilt meine besondere Empathie…

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Unterhaltung pur

Mittwoch, 3. Juni 2009

Das Absurde, Groteske, Bizarre und Andersartige, zusammengefasst also das Unterhaltende, ist in letzter Zeit etwas auf der Strecke geblieben. Darum gibt es heute eine kleine Melange eigenartiger Netzfunde, die mir so über den Schirm geflimmert sind.

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Zum einen hätten wir da den Kackblog, der, entgegen seines Namens, nicht auf dem Niveau verweilt, wie sein fekalsprachlicher Titel vielleicht vermuten lässt. Hier findet man Geschichten rund ums Klo, seltsame WC-Vorrichtungen und allerhand Bildmaterial, was beweist, dass die ‘Ausscheidungsthematik’ einen mannigfaltigeren Ausdruck im Privaten wie im Öffentlichen findet, als man zunächst vermuten würde. (Keine Angst, dem Haufen an sich begegnet man hier nicht). Außerdem zeichnet sich der Blog durch ein zum Thema kohärentes Design und passende Wortwahl aus – die Artikel werden auf virtuellem Klopapier geschrieben, die personale Kommentarzuordnung lautet: “gekackt von”…

Als nächstes zwei Werbespots von Maggot Operations, eine Filmproduktionsfirma, deren Bildsprache betont surrealistisch ist, deren Geschichten oft ins Absurde abgleiten und jede Menge Satire bieten. Ein Gemisch, dass sich durch den Großteil der hier produzierten Spots zieht. Wieder einmal Werbung, die man auch als sehr kurze Kurzfilme genießen kann. Hier zwei Spots, die das Hochzeitssujet zur Rahmenhandlung haben.



Der Unterhaltungsblog oddee wartet derweil mit abstrusen Top-Zusammenstellungen auf, wie zum Beispiel 12 bizarre Vorrichtungen gegen Autodiebstahl, 12 unglücklich gewählte Produktnamen oder 10 unglaubliche Schlafwandlergeschichten usw. usw… Aber Vorsicht, ein Besuch kann sehr zeitverschlingend sein. Meine persönliche Empfehlung: 15 sexistische Vintage-Printwerbungen.

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Erinnern sie sich noch an das Nokia-Handtelefon-Spiel Snake? Wenn nicht, wird dieser Spot vielleicht Erinnerungen wachrufen, die längst verloren geglaubt…


Hier nochmal in größer und besserer Qualität.

Und zu guter Letzt ein (Flimmerkasten-)Freund meiner Kindheit und der (Polit-)Schrecken meines Erwachsenendaseins in einer Person: Sarko de Funes. Als Hommage an den franz. Komikercholeriker Loius de Funès (der dem kindlichen Gemüt lange vor Southpark die Freude am Furzen näherbrachte) und Persiflage auf den amtierenden Staatspräsidenten der französischen Republik (der so gar keine Freude bereitet) konzipiert, verleiht der Radio-Kabarettist René Steinberg in kurzen Podcasts dieser Kunstfigur gekonnt auditive Existenz und gibt sich dabei humorvoll zeitkritisch. Hier auch zum Beschauen.

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Plakatwerbebelästigung

Mittwoch, 27. Mai 2009

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Seit einiger Zeit schon schmücken die Plakatwerbungen der großen Volksparteien unsere Straßen, oder treffender formuliert, verschandeln diese die Umgebung. Als ich die Druckerzeugnisse zum ersten Mal betrachten durfte, überkam mich nahezu sofort der ästhetische Schüttelfrost. Man ist ja einiges an schlechter Werbung, gerade seitens der Politik, gewohnt, doch was ich da sehen musste, ließ mich wirklich nur noch schaudern. Äußerst unvorteilhaft portraitierte Menschen in langweiligen, stümperhaft zusammen geklatschten Designs, starren den unschuldigen Passanten von ihren hohen Plakatwänden aus an, suggerieren, sie hätten Europa fest im Blick (CDU), wollen mit WUMS für ein besseres Europa einstehen (Die Grünen), diffamieren die anderen Parteien (SPD) oder verorten sich nationalistisch ins Herz Europas (CDU).plakatwerbebelastigung-2plakatwerbebelastigung-3plakatwerbebelastigung-4

(Ich bitte die schlechte Qualität der Bilder zu entschuldigen – hatte nur mein vier Jahre altes Handtelefon dabei)

Der durchschnittliche deutsche Wähler, der ohnehin schon bei Landtags- und Bundestagswahlen argumentativ desorientiert zu den Wahlurnen stolpert, soll nun auch noch seine Stimme für die Europawahl einer der großen Parteien gefügig machen, zur Wahl animiert durch die Abscheulichkeiten hiesiger Plakatwerbung. Wenn die Kampagnenleiter tatsächlich davon ausgehen, dass diese ästhetischen Unzumutbarkeiten auch nur einen Menschen zur Wahl aktivieren können, müssen diese entweder blind oder vom absoluten Unverstand ihrer Kunden überzeugt sein. Und selbst wenn letzteres der Fall ist, ist es äußerst unvorteilhaft, dies auch noch so offenkundig zu formulieren – ein negativeres Marketing kann ich mir eigentlich kaum noch vorstellen.
Zu meiner eigenen Erleichterung durfte ich feststellen, dass ich nicht allein bin, sondern sich auch andere dazu genötigt fühlen, über die unterirdische Kampagnengestaltung zur Europawahl ein paar Worte zu verlieren.

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Vom Krieg der Lettern und kopulierenden Kröten

Dienstag, 26. Mai 2009

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Heute auf Werbeblogger entdeckt und vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekommen: Die Hamburger Agentur Optix Kreation wird seit fünf Jahren von Creative Director und Motion Designer Andreas Pohl geleitet. Das Portfolio wurde vor Kurzem durch vier frische, international anerkannte Animationsregisseure erweitert. Produziert werden hier Animationen auf höchstem Niveau, die abstrakt wie mutig sind und dabei noch hervorragend konzeptionierte Geschichten erzählen; Werbung, die man auch getrost als unterhaltsamen Kurzfilm schauen kann – Vorhang auf für das Schlachtfeld der Worte und die Verführung des Geldes …



Aus der gleichen Feder stammt u.a. der bekannte Lucky Strike Werbeclip ‘Der Schwarm’, der so manchen Kinozuschauer visuell wohl sehr beeindruckt haben dürfte (besonders, da Kinowerbung sonst eher einer ästhetischen Ödnis gleicht). Außerdem war Andreas Pohl auch der Regisseur des mit dem reddot design award 2008 ausgezeichneten Clip ‘Schriftzeichen’ für Amnesty International Hamburg. Auch aus medienwissenschaftlicher Perspektive kann ich da nur meinen Hut ziehen.


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Bierwerbung

Mittwoch, 29. April 2009

bierwerbung

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