Archiv für die Kategorie „Produktwelt“

Mein 100.

Mittwoch, 10. Juni 2009

b-fehler

Es ist soweit: Dies ist mein 100. Blogeintrag (auf diesem Blog versteht sich). Schon vor zwei Wochen überlegte ich hin und her, was ich zu meinem Jubiläum nun bloggen werde. Hier die Liste mit Einträgen, die Sie nicht lesen werden:

Lieblingsliste: Das beste Informationsvideo, das schlimmste Video, das meditativste  Bild, das großartigste Projekt, das liebste Kunstobjekt, die grottigste Website, das absurdeste Produkt, das obskurste Fundstück, die schönste Werbung etc.
Endlich die Wahrheit über unser Unternehmen: Die Doppelleben unserer Programmierer, Mittagstischgespräche, Wer hat wann mit Wem, Kloanekdoten und warum ich Glastüren hasse….
Alles, was ich bisher aus sog. politischen Gründen nicht bloggen durfte!
Die wahre Geschichte hinter dem Kennedy-Attentat (immer wieder gut).
99 Wege, mit einem Kaugummi, einem Feuzeug und einem Taschenspiegel die Welt zu retten.
irgendwas über Film.
usw.

Aber da das alles nichts weiter als egomanische Nabelschau ist, und die geneigte Leserschaft auch nicht wirklich viel davon hat, kam es mir sehr gelegen, als ich just heute morgen auf dieses phantastische Gadget gestoßen bin. Leider hatte ich noch keine Zeit, das Ganze in einem Tapestyle zu arrangieren, könnte aber noch folgen. Doch einerlei, die Idee einen Sampler zu machen, wurde meinerseits für gut befunden, da ich so gleichzeitig meinem Narzismus entsprechen, wie auch meine Leserschaft auditiv verwöhnen kann! Und hier ist das Ergebnis: wounded pride in an uncomfortably chair – so dürften sich wohl die meisten Bürobewohner tagtäglich fühlen. Diesen Menschen gilt meine besondere Empathie…

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Konsole als Ganzkörpererlebnis

Freitag, 5. Juni 2009

Was mich wirklich vom Hocker gehauen hat, ist das Projekt Natal von Microsoft, das auf der E3 in Los Angeles erstmals vorgeführt wurde. Zunächst ein Promovideo:


An die Spielekonsole Xbox360 wird einfach das Zusatzgerät Natal angeschlossen. Damit wird jeder weitere Controller hinfällig, da Natal eine Bewegungssteuerung der Spiele (und anderer Anwendungen) durch den ganzen Körper möglich machen soll. Auch Stimmerkennung und -steuerung soll mit dem Zusatzgerät möglich sein. Der Ideengeber zum Projekt ist der Computerspieleentwickler Peter Molyneux, dessen Spiele sich immer wieder durch höchste Kreativität und Interaktion ausgezeichnet haben. Vom Handgelenk zum Ganzkörpererlebnis – da steigt vielleicht sogar ein Prä-Wii-Controller-Feteschist wie ich um.

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Von Privatsperren und Pornographen

Donnerstag, 28. Mai 2009

von_privatsperren_und_pornographen

Diese Woche hat ein Artikel auf Telepolis meine Aufmerksamkeit erregt, der sich mit dem weiteren Kosmos der Internetzensur beschäftigt. Dort wird von dem sog. Jugendschutzprogramm JusProg berichtet, das ein privates Filtersystem anbietet, um die Jugend vor gefährdenden Inhalten zu schützen – im Übrigen als Modellversuch mit staatlicher Unterstützung. Interessant ist hier nun Zweierlei. Erstens, JusProg wird von zwei der größten deutschen Erotikanbieter im Internet betrieben und erfährt weiterreichende Unterstützung vom Bundesverband Erotikhandel e.V. und Bild.de (laut TP) und zweitens, die Sperrliste von Jusprog selbst. Darauf fanden sich u.a. F!XMBR, Spiegelfechter und Schockwellenreiter, der Lawblog, Chaos-Radio auch der AK Vorratsdatenspeicherung, sowie Die Grünen und die Piratenpartei. Die Linke und die NPD wurden mit dem Etikett ab 14 Jahren versehen, wobei SPD, CDU und FDP als nicht jugendgefährdent eingestuft wurden. Die TAZ wurde ebenfalls als jugendgefährdent eingestuft, wie auch selbstredend der Bildblog, im Gegensatz zur BILD (als Unterstützer) selbst, die aber immerhin erst ab 16 zu konsumieren ist.

Hmmm…

Die Zensur traf also vorangig unabhängige Medien, kritische Berichterstatter und, wie im letzteren Falle, ein Korrektiv. Ach ja, Telepolis wurde natürlich auch gelistet. Aber was überrascht es uns, dass kritische Medien, reflektierte Berichterstattung und subversive Ansätze als Schädling für den jungen Geist gelten, ist ein alter Hut und stellen seit jeher die ersten Ziele der Zensur dar. JusProg jedenfalls bietet im Kleinen ein hervorragendes Gegenargument zu dem Internetsperrvorhaben der Bundesregierung und veranschaulicht par excelence, was da auf uns zukommt, sollte selbiges in Kraft treten.

Und wo wir gerade schon dabei sind: Die Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten hat mittlerweile die 100.000 Grenze geknackt – Herzlichen Glückwunsch! Das BKA hat nun auch die Unsinnigkeit des Sperrlistenverfahrens zugegeben und der Arbeitskreis Zensur hat in beeindruckender Weise vorgemacht, wie es richtig geht.

Und zum Schluss, weil es so schön ist, noch ein Beitrag zur Unkenntnis deutscher Politiker im Umgang mit dem Medium Internet:


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Hut war gestern – heute ist Justin Smith

Mittwoch, 13. Mai 2009

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„Irgendwelche Vorschläge?”, fragte der Herr im grauen Anzug inmitten der Vorstandssitzung. „Ja”, antwortete ihm ein anderer Herr im grauen Anzug, dem ersteren am großen Versammlungstisch gegenüber sitzend. „Menschen sollten mehr Hüte tragen.” Diese Szene aus Monty Python’s The Meaning of Life trifft den Nagel (oder den Hut) auf den Kopf: Menschen sollten mehr Hüte tragen. Und damit sie auch einen Anreiz dazu haben, stellen andere Menschen, wie Justin Smith, der aufgehende Stern am Hutmacherfirmament, mehr als extravagante Einzelstücke her, die mit handelsüblichen Hüten nur noch das Einsatzgebiet gemein haben. Seine Modelle sind oft geschlechtsneutral gehalten, Smith nennt diese polysexuelle Kappen, und der letzte Schrei in Paris, New York, Hong Kong und selbstverständlich seinem momentanen Schaffensdomizil London. Smith war schon Zuckerbäcker und Friseur, machte einen Hutmacherkurs und dann sein Meisterdiplom am Royal College of Art in London, wo er im Zuge des Abschlusses bei seiner Vorführung hutjonglierende Riesen und Zwerge über die Laufsteg schickte. Mein Lieblinge sind die aus aus durchsichtigem Schweinsleder gefertigten, tätowierten Hüte. Genial!

tm

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Bierwerbung

Mittwoch, 29. April 2009

bierwerbung

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