Archiv für Juni 2009

Vom Tisch auf den Schirm und wieder zurück

Donnerstag, 11. Juni 2009

Das Projekt Natal hat mich ja schon vom Hocker gehauen. Was Ubisoft allerdings auf der E3 vorstellte, hob meinen Enthusiasmus in ungeahnte Höhen: Den Spieletisch Intuiface 2G vom französischen Hersteller Intuilabs, zusammen mit dem Strategiespiel Ruse. Es soll wohl noch nicht so schön wie im Video sein, jedoch erstaunlich nah dran kommen – mehr dazu hier.


Und es bleibt haptisch. Ein Virus, den man gerne auf seinem Notebook sieht, sogar freiwillig installiert: Der Newton-Virus von Troika – eine nette Spielerei…


Und noch eine kurze visuelle Anleitung, wie man Google Earth für künstlerische Ambitionen zweckentfremden kann. Andreas Gursky macht es vor, ich nenne es mal intermediäre Verfremdungsdigitalmalerei.

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Mein 100.

Mittwoch, 10. Juni 2009

b-fehler

Es ist soweit: Dies ist mein 100. Blogeintrag (auf diesem Blog versteht sich). Schon vor zwei Wochen überlegte ich hin und her, was ich zu meinem Jubiläum nun bloggen werde. Hier die Liste mit Einträgen, die Sie nicht lesen werden:

Lieblingsliste: Das beste Informationsvideo, das schlimmste Video, das meditativste  Bild, das großartigste Projekt, das liebste Kunstobjekt, die grottigste Website, das absurdeste Produkt, das obskurste Fundstück, die schönste Werbung etc.
Endlich die Wahrheit über unser Unternehmen: Die Doppelleben unserer Programmierer, Mittagstischgespräche, Wer hat wann mit Wem, Kloanekdoten und warum ich Glastüren hasse….
Alles, was ich bisher aus sog. politischen Gründen nicht bloggen durfte!
Die wahre Geschichte hinter dem Kennedy-Attentat (immer wieder gut).
99 Wege, mit einem Kaugummi, einem Feuzeug und einem Taschenspiegel die Welt zu retten.
irgendwas über Film.
usw.

Aber da das alles nichts weiter als egomanische Nabelschau ist, und die geneigte Leserschaft auch nicht wirklich viel davon hat, kam es mir sehr gelegen, als ich just heute morgen auf dieses phantastische Gadget gestoßen bin. Leider hatte ich noch keine Zeit, das Ganze in einem Tapestyle zu arrangieren, könnte aber noch folgen. Doch einerlei, die Idee einen Sampler zu machen, wurde meinerseits für gut befunden, da ich so gleichzeitig meinem Narzismus entsprechen, wie auch meine Leserschaft auditiv verwöhnen kann! Und hier ist das Ergebnis: wounded pride in an uncomfortably chair – so dürften sich wohl die meisten Bürobewohner tagtäglich fühlen. Diesen Menschen gilt meine besondere Empathie…

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Lawrence Lessing

Sonntag, 7. Juni 2009

Lawrence Lessing ist ein US-amerikanischer Juraprofessor, Verfassungsrechtler und Urheberrechtsspezialist. Er entwickelte das Konzept einer freien Kultur, gründete die Creative-Commons-Initiative und gilt als Unterstützer der freien Software und Open-Source-Bewegung. Und er hält phantastische Vorträge bzw. Präsentationen. Präzise, klar und hervorragend strukturiert versteht er es wie kaum ein Anderer, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge, Strukturen und Konditionen (und deren gesellschaftliche Auswirkungen)  jenseits der üblichen Polemik für den Rezepienten verständlich aufzuarbeiten. Damit schafft er eine Basis des Verständnisses frei von ideologischer Beeinflussung und lotet die Verantwortung, wie auch das Handlungspotential eines jeden Einzelnen aus, (re-)aktiviert dies im besten Falle. Die Sammlung aller seiner bisherigen Präsentationen findet sich hier.

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Computertechnik als Weltverbesserer

Samstag, 6. Juni 2009

computertechnik_als_weltverbesserer

Photo: Dave Coba

Dass die moderne Computertechnik uns allen nutzt (oder es zumindest sollte) ist ja klar. Ich mein, ohne Computer wären wir heute immer noch wo? Anfang des 20. Jahrhunderts? Und seit dem hat sich eine ganze Menge getan. Unser Leben ist um vieles angenehmer und komfortabler geworden. Es ist auch sicherer geworden und es gibt auch Krankheiten, die man nur dank des Einsatzes von Computern behandeln kann. Man denke nur an so ziemlich jedes Bild gebende Verfahren im Krankenhaus (mit Ausnahme von Röntgenbildern, die können auch ohne hergestellt werden). Ultraschall, CT, MRT wären ohne moderne, Leistungsfähige Computer nicht, oder nur sehr viel schwieriger umsetzbar.

Außerdem gibt es einen unheimlichen Vorteil durch die internationale und interdisziplinäre Vernetzung. Das Internet alleine hat wahrscheinlich Millionen Menschen indirekt das Leben gerettet.

Aber diese Fortschritte sind alle direkt mit dem Einsatz von Computern und anderer IT verbunden und zumeist vom schnöden Mammon getrieben entwickelt worden.

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Konsole als Ganzkörpererlebnis

Freitag, 5. Juni 2009

Was mich wirklich vom Hocker gehauen hat, ist das Projekt Natal von Microsoft, das auf der E3 in Los Angeles erstmals vorgeführt wurde. Zunächst ein Promovideo:


An die Spielekonsole Xbox360 wird einfach das Zusatzgerät Natal angeschlossen. Damit wird jeder weitere Controller hinfällig, da Natal eine Bewegungssteuerung der Spiele (und anderer Anwendungen) durch den ganzen Körper möglich machen soll. Auch Stimmerkennung und -steuerung soll mit dem Zusatzgerät möglich sein. Der Ideengeber zum Projekt ist der Computerspieleentwickler Peter Molyneux, dessen Spiele sich immer wieder durch höchste Kreativität und Interaktion ausgezeichnet haben. Vom Handgelenk zum Ganzkörpererlebnis – da steigt vielleicht sogar ein Prä-Wii-Controller-Feteschist wie ich um.

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