Inkompetenz wohin das Auge sieht
Hach, was war das wieder für eine Woche. Nach den unangenehmen Meldungen unsere Freiheit und die Freiheit der Pirate Bayler betreffend, stellte sich heraus, dass neben der schleichenden Aushöhlung unserer Rechte, noch eine Konstante bestand hat: die Inkompetenz. Inkompetenz freilich, die sich in diesem Zusammenhang mal tatsächlich als hilfreich entpuppt. So wurde der Richter, der die Jungs von Pirate Bay verknackt hat, als Urheberrechtslobbyist entlarvt, die nach Zensur kläffende Familienministerin stellt sich neben ihrem Ruf als dreiste Lügnerin auch noch als Vetternwirtin heraus, und die Deutsche Telekom, in deren Hände die Umsetzung der Internetsperren gelegt wurde, gab zu Protokoll, dass sich aufgrund des technischen Aufwands, sich die Etablierung der Zensurinfrastruktur in Deutschland wohl noch um ein halbes Jahr verschieben werde. Wer übrigens ein bis auf das Porto kostenloses T-Shirt von Zensursula haben möchte, klicke bitte hier.
Kompetenz zeigte in den vergangenen Tagen einzig und allein der Kurator des Stockholmer Museums für Wissenschaft und Technik, der den von offiziellen Staatsorganen beschlagnahmten Pirate-Bay-Server erstand, um diesen in die Reihe der Instrumente einzugliedern, die unser Leben irreversibel verändert haben und darauf hinzuweisen, dass die Menschen schon immer unter Copyright stehendes Material vervielfältigt haben, sobald sich ihnen eine Möglichkeit dazu bot (man denke an den guten alten Kassettenrekorder).
tm
Nachgerichtet
Eben auf Spreeblick gelesen, dass im CDU-Forum über die Heilungsmöglichkeiten von Homosexualität berichtet wurde – hmmm, die netten homophoben Hardliner der Christdemokraten.
Schlagworte: c't, Pirate Bay, Telekom, von der Leyen, Zensursula




