Tship Tship… äh, tweet tweet

tschip_tweet

… hätte Moses wohl als Nachsatz seiner Anhängerschaft verkünden müssen, lebte er heute. Da twitter auch weiterhin in aller Schnäbel ist, zwitscher ich ebenfalls mal wieder ein wenig über die Dimension aus 140 Zeichen.

tschip_tweet-2Gott twittert übrigens tatsächlich. Unter dem Pseudonym WWGT (what would God tweet?) wird die Bibel einer Neuschreibung unterzogen. Leider ist Gott in seiner postmodernen Popkulturfassung etwas faul und ist über die Genesis (13. April) noch nicht hinaus gekommen. Aber die zeitlichen Mahlwerke der großen Gottesmühle drehen sich für uns kleine Sterbliche halt langsam, und außerdem hat der Gute ja schließlich unendlich viel Zeit. Ich fände es trotzdem nicht schlecht, wenn die komplette Bibel als tweet veröffentlicht werden würde, immerhin wären Scharen ohnehin viel zu schwer schleppender Schulkinder von einer zusätzlichen Last befreit.

Nicht nur Moses (bzw. Gott), sondern auch die antiken Klassiker wären dem Gezwitscher wohl anheim gefallen. So stellte sich Eric Alt die Frage, wie wohl Homer seinen Odysseus per twitter auf die Reise geschickt hätte.

tschip_tweet-3

Und damit nicht genug. Das Gezwitscher macht auch vor der final frontier nicht halt: Dem Universum. So hat die US-Raumfahrtbehörde NASA einen ihrer Astronauten, Mike Massimino unter dem Spitznamen Astro_Mike, dazu angehalten,  die Öffentlichkeit per twitter über die Vorbereitungen der am 12. Mai geplanten Mission auf dem Laufenden zu halten.

Eine nette Geschäftsidee ist der bakertweet. Ein kleines Gerät, das einem beliebigen Bäcker die Möglichkeit gibt, direkt zu tweeten, dass seine leckeren (immer optimistisch bleiben) Backwaren gerade frisch aus dem Ofen geholt werden. Für Freunde frischer Brötchen ein echter Gewinn!


BakerTweet from POKE on Vimeo.

Und hier noch ein kurzer (könnte kürzer sein) Film über, mom, wie lautete die punchline:

A young man struggles against the pressure to Twitter his life away.

// Breaking News: Neueste Meldung über den Microbloggingdienst ist übrigens die mittlerweile behobene (laut twitter) Wurmattacke durch einen 17jährigen, der sein Kriechtier Mikeyy taufte und die Tat, laut amerikanischen Medien, aus Langeweile begang. Eigenartig, dass die Art der Motivation, wie so oft, unbedingt benannt werden muss. Hat vielleicht etwas mit der Stenotypisierung der medienaffinen Jugend zu tun, damit auch bloß nicht vergessen wird, wie desolat die nachvollgenden Genarationen so sind. Meldung hier. //

Und zuletzt noch ein paar twitterer:

Auch die Philosophie ist von twitter ergriffen. So twittern Wittgenstein (twittgenstein) und Lichtenberg (gclichtenberg) fröhlich ihre Meditationen bzw. Aphorismen in die Welt hinaus:

“Die Leute,

die niemals Zeit haben,

tun am wenigsten.”

Schönes Schlußwort!

tm

Share

Schlagworte: , , , , , ,

1 Kommentar zu „Tship Tship… äh, tweet tweet“

  1. Each field will be labled with a number. The explanation of the labeled fields is at the bottom of this file. sagt:

    domain info…

    these are some sites which I though worth visiting…

Kommentieren