Internet killed the Book?
Computer gelten als das Zeichen für den Untergang unserer Gesellschaft. Kinder und Jugendliche hängen tagelang vor den Kisten und spielen, surfen im Internet, schauen sich Pornos an und wer weiß was noch für schlimme Dinge. Vor allem aber können unsere Kinder und Jugendlichen nicht mehr lesen.
Dass es aber auch anders geht, sieht man am Beispiel des sog. Bookcrossing.
Dabei geht es darum Bücher, die man selbst gelesen hat, anderen zur Verfügung zu stellen, in dem man sie „frei lässt“. Dazu werden die Bücher zunächst auf der (leider bisher nur englischsprachigen) Webseite registriert und bekommen eine eindeutige BookCrossing-ID (BCID). Diese BCID wird dann mit einem Begleittext im Buch vermerkt. Dann wird das Buch irgendwo ausgesetzt oder jemandem explizit übergeben bzw. zugeschickt. Das Aussetzen kann überall geschehen. Empfohlen werden jedoch Orte, die öffentlich zugänglich, aber geschützt vor Wind und Wetter sind. Es gibt auch öffentliche BookCrossing Zones. Dort sind ausschließlich Regale für Bookcrosser eingerichtet, in denen die Bücher hinterlassen werden können. Wo das Buch freigelassen wurde, wird auf der Webseite eingetragen, damit andere es schneller finden können.
Wenn jemand das Buch findet, wird er gebeten ebenfalls auf der Webseite einen entsprechenden Eintrag zu hinterlassen. Dann können er oder sie das Buch lesen und wieder freilassen.
So kann ein Buch sehr weit rumkommen und von vielen Personen gelesen werden, die teilweise über die halbe Welt verteilt sind. Außerdem kann jeder nachschauen, wer das Buch bisher schon gelesen hat und was er oder sie davon halten.
Es gibt in nahezu jeder größeren Stadt inzwischen eine entsprechende Community, die sich teilweise zu festen Zeiten treffen und Bücher und Erfahrungen austauschen. Außerdem lassen auch immer wieder Unternehmen Bücher frei, um das Projekt zu unterstützen und natürlich um Werbung für sich zu machen (so z.B. die Mayersche Buchhandlung in Aachen).
Mehr Infos unter www.bookcrossing.com (englisch) oder der deutschen Support-Seite www.bookcrossers.de.
ck
Schlagworte: Austausch, bookcrossing, Bücher, Gefahr, Internet


