Werbung / Teil I

Werbung hat viele Gesichter. Sie bewegt sich irgendwo zwischen Kitsch und Kult, zwischen plumpen Marketing und subversiver Kunst, kann als Allgemeingut mit kulturellem Mehrwert, wie auch als unangenehme Störung bis hin zu visueller Vergewaltigung begriffen werden. Die Grenzen sind fließend, die Blickwinkel vielfältig. Um der pluralistischen Sichtweise Rechnung zu tragen, haben wir von NEUSITE ein Potpourri privater und öffentlicher Institutionen, Werbeagenturen und Initiativen zusammengestellt, die verschiedene Positionen zum Thema Werbung beziehen und einige herausragende Eckpunkte dieses weitläufigen Spektrums markieren.

Werbung als Kulturgut

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Das Werbemuseum in Frankfurt (www.werbemuseum.de) begreift Werbung als Teil der kulturellen Kommunikation, der hier wertungsfrei, bewahrend und eben „als kultureller Bestandteil unserer heutigen Zeit“ aufgearbeitet werden soll. Wenn Werbung einen inhärenten Teil unserer Alltagskultur darstellt, so lassen sich an dieser auch gesellschaftliche Codes, Normen, Abgrenzungen und damit auch Identifikationsmuster ablesen. Die äußerst lesenwert und liebevoll gestalteten Publikationen des Werbemuseums, die zumeist in Form von Katalogen begleitend zur jeweiligen Ausstellung verlegt werden, ermöglichen einen tieferen Einblick in die soziokulturellen Funktionen der Werbung und darüber hinaus einen Zugang, Werbung nicht nur als bloße Produktanpreisung wahrzunehmen.

tm

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