unAUTOdox

24. August 2009

Der NEUSITE Blog wird einstweilen nicht fortgeführt werden, zumindest nicht regelmäßig. Alle Inhalte bleiben erhalten. Dies hat einen besonderen Grund. In der kommenden Zeit werden wir unsere Kräfte nämlich auf ein neues, ganz besonderes Projekt konzentrieren: unAUTOdox.de.

Alle, die weiterhin an Beiträgen von mir interessiert sind und sich zudem für Automobile und fundierte Beiträge über die Branche mit Blick hinter die Kulissen  begeistern, sind herzlich eingeladen bei unAUTOdox vorbeizuschauen.

unautodox_altes Photo

Auf unAUTOdox herrscht der Pluralismus. Hier treffen die Blogosphäre und der klassische Journalismus aufeinander. Beiträge hinter die Kulissen der Branche, Fahr- und Testberichte, Positionen zum aktuellen Geschehen, Anekdoten, Trends, Linklisten und jede Menge Spaß. Und natürlich massig Bildmaterial von Messen zur freien Weiterverwendung – was will man mehr? Also, vorbeischauen, kommentieren, genießen!

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hulu vs. youtube

15. Juli 2009


Hulu ist ein US-amerikanisches Videoportal, das von Rupert Murdochs News Corporation und NBC Universal etabliert wurde. Hier werden hunderte von neuen und alten Serien kostenlos und in hoher Qualität angeboten, gestellt von Anbietern aus der TV- und Filmindustrie. Das Angebot ist nicht nur kostenlos, sondern auch legal, da es durch Werbung finanziert wird. Besonders das Filmangebot kann sich sehen lassen. Leider ist hulu bis dato nur für Amerikaner nutzbar. Diesem Umstand kann jedoch Abhilfe geschaffen werden. In vielerlei Hinsicht scheint hulu youtube überlegen und hat sich zum Ziel gesetzt, den Markt zu beherrschen. Unten anstehendes Video verdeutlicht, warum dies auch gelingen kann.


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Twitter in der Universität

14. Juli 2009


Nachdem ich zunächst über Twitter als literarisches Genre und folgend die Relevanz des Microbloggingdienstes als neuer Absatzmarkt besprochen habe, geht es diesmal um den Einsatz von Twitter in der wissenschaftlichen Lehre. Das Video zeigt ein Experiment der Historikerin Dr. Monica Rankin, die Twitter innerhalb ihres Seminars einsetzte, um der Möglichkeit einer größeren Partizipation an der Diskussion willen. Mittels eines Tweetdecks, das auf die Leinwand im Hörsaal projeziert wurde, konnten die Studenten neben der verbalen Diskussion auch direkt Kommentare, Ideen und Anmerkungen für alle Kursteilnehmer ersichtlich twittern. Somit öffnete sich nicht nur eine weitere (mediale) Ebene innerhalb der Diskussion, auch die Zahl der an dieser Beteiligten stieg deutlich an. Zumeist verhält es sich tatsächlich so, dass die Beiteiligungsrate bei einem Kurs von 50 Teilnehmern zehn Prozent nicht überschreitet, sprich vier oder fünf Studenten beteiliegen sich aktiv, während der Rest in Passivität verharrt. Dass dies nicht gerade förderlich ist, bedarf keiner weiteren Erwähnung. Unter dem Einsatz von Twitter im universitären Bereich scheint sich also nicht nur die Diskussion zu bereichern und zu dynamisieren, auch bietet das Medium den schüchternen Naturen die Möglichkeit, sich zu dem jeweiligen Diskussionsgegenstand äußern zu können, ohne den Zwang sich vor einem größeren Auditorium zu Wort melden zu müssen. So wird also das Seminar maßgeblich durch die Twitter-Meldungen all jener bereichert, die sonst eher Schweigen würden. Das Experiment war demnach ein voller Erfolg. Ob diese Maßnahme nun in Bezug auf die sonst sich still verhaltenen Kursteilnehmer als nachhaltig produktiv hinsichtlich deren Entwicklung anzusehen ist, muss an dieser Stelle noch offen bleiben. Zumindest könnte man als Negativkritik anbringen, dass man die Schüchternheit zwar kompensiert, jedoch auch fördert, da die direkte verbale Äußerung nun obsolet wird – im Falle der betreffenden Personen. Persönlich halte ich die Einbindung neuer Medien im universitären Bereich, aber auch im schulischen und allen anderen Lehrformen, für äußerst sinnvoll und förderlich, allein schon um die Lernenden mit diesen zu konfrontieren. Hier stellt sich dann ja auch ein sekundärer Lerneffekt ein, nämlich das Erlernen des Umgangs mit den jeweiligen Medien selbst.

Abschließend bleibt noch zu bemerken, dass ich Twitter zunächst sehr skeptisch gegenüberstand, nun aber den Einsatz des Dienstes in den verschiedenen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens nicht nur schätze, sondern auch dessen Flexibilität sehr bewundere. Dass Twitter eine derartige Erfolgsgeschichte schreiben würde, war für mich noch vor Kurzem nicht einsehbar. Besonders der Einsatz von Twitter als politisch wirksames Mittel ist hochinteressant, was die letzten Meldungen aus dem Iran verdeutlichen. In wie fern diese allerdings glaubhaft sind, wo hier genau der schmale Grat zwischen Berichterstattung und Propaganda verläuft, muss auch bei diesem Medium im Einzelfall verhandelt werden. Eines ist jedoch sicher: Die Rasanz, die Unmittelbarkeit der Distribution und die Umgehung zensorischer Maßnahmen zeugen definitiv von einer kommunikativen und medialen Revolution.

Abschließend noch der Hinweis auf  eine seriöse Studie über Twitter, basierend auf der Analyse von 11,5 Millionen Twitter Accounts.

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Fundstücke der Woche #11

11. Juli 2009

fdw11

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Twitter als Absatzmarkt

7. Juli 2009

In unserer Agentur reden wir uns oft die Stimme heiser, wenn es um die Relevanz von Twitter im Marketing geht. Sicher, die deutsche Twitter-Community ist vergleichsweise noch klein und diese als wichtigen Absatzmarkt zu definieren, wäre zum jetzigen Zeitpunkt sicher übertrieben. Sprich, eine direkte und beträchtliche Gewinnmaximierung durch auf Twitter angebotene Waren ist noch nicht als direkte Folge am Einsatz des Mediums zu belegen. Jedoch handelt es sich hierbei um ein Medium, das stetig an Zuwachs und Einfluss gewinnt, mittels dieses sich demnach auch stetig mehr potentielle Käufer direkt ansprechen lassen. Obwohl nur eine Randnote, ist die kurze Geschichte der Indie-Rock-Musikerin Amanda Palmer sicherlich ein gutes Beispiel für die Verdienstmöglichkeiten, die Twitter in Zukunft in einem sehr viel weiteren Rahmen bieten wird. Die twitternde Musikerin hat es nämlich vollbracht, unter Einsatz von Twitter und wenigen fokussierten Aktionen 19.000 US-Dollar zu verdienen. Funktioniert hat das Ganze folgendermaßen:

Eines Abends startet sie einen Aufruf per Twitter, dem einige hundert ihrer Fans Folge leisten. Sie blödeln alle eine Weile miteinander herum und der sog. Mob kreiert noch am selben Abend die Idee eines T-Shirts mit dem Slogan:

palmer_shirt

Don’t stand up for what’s right, stay in for what’s wrong.

Bereits am nächsten Abend setzt ihr Webdesigner eine Site mit Shop auf, wo das T-Shirt mit besagtem Slogan dann gekauft werden kann. 200 Stück werden nahezu sofort verkauft.

Am nächsten Tag berichtet Palmer auf ihrem Blog über die Aktion und weitere 200 T-Shirts werden abgesetzt.

Einige Tage darauf startet die Musikerin eine Privatauktion, wieder per Twitter, auf der einige ihrer persönlichen Habseeligkeiten versteigert werden, und sie verdient innerhalb von drei Stunden 6.000 US-Dollar.

Zuletzt lädt sie per Twitter zu einem Geheimkonzert ein und verdient noch einmal 2.000 Dollar.

Unterm Strich hat sie mittels Twitter, Blog und einer schnell zusammen geschusterten Website und vier Aktionen (Fangespräch, T-Shirtverkauf, Auktion und Geheimkonzert), für die sie jeweils nur ein paar Stunden ihrer Zeit opferte, 19.000 US-Dollar verdient. Und alles ohne kostspielige Werbemaßnahmen, Managerkosten, Produktionsfirma.

Ihr Kommentar dazu:

Total made this month using twitter= $19.000.

Total made from 30.000 records sales= absolutely nothing.

Schöne Rechnung und ein sehr überzeugendes Argument für alle, die die Marktrelevanz von Twitter und Blogs immer noch nicht wahrhaben wollen.


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